Im Zentrum dieses Projekts steht Ágnes Margit Pethes, deren Arbeit sich seit über zehn Jahren der Übersetzung visueller Informationen in Worte widmet — mit besonderem Fokus auf Kunst.
So wie ein Dolmetscher eine Sprache in eine andere überträgt, übersetzt Ágnes die visuelle Welt in Sprache. Durch sorgfältig gewählte Details, Metaphern und sensorische Hinweise schafft sie Zugang zu Kunstwerken, die vor allem über das Sehen erfahren werden — und öffnet sie so für blinde und sehbehinderte Menschen, während sie zugleich allen neue Perspektiven ermöglicht.
Sie analysiert das Kunstwerk nicht und legt keine Bedeutung fest. Stattdessen vermittelt sie die visuellen Elemente, die es jeder Person erlauben, eine eigene Beziehung zum Werk aufzubauen — durch Wissen, Neugier, Vorstellungskraft, Emotion und sogar durch die Stimmung des jeweiligen Moments.
Ihre Philosophie bleibt klar: „Ich bin die Augen, nicht das Gehirn.“
Für Ágnes ist der Zweck der Audiodeskription einfach: gleichberechtigten Zugang zum Visuellen zu schaffen und dabei die Freiheit der persönlichen Interpretation zu bewahren.